Anhand einfacher Beispiele erlenen Sie
den Umgang mit den Simulations-Werkzeugen.
Was Sie im Kapitel 1 lernen:
- Den Unterschied zwischen Bauplan und Struktur
- Die Analogien zwischen Mechanik, Elektrik, Pneumatik/Hydraulik, Photometrie und Wärme/Kälte
- Den Umgang mit SimApp, einem einfach zu erlernenden und sehr leistungsfähigen Simulations-Programm
- Darstellung von System-Funktionen im Zeitbereich und im Frequenz-Bereich
- Formeln berechnen durch Simulation
- Mittelwerte und Effektivwerte
- Vorhalt und Verzögerung, Tiefpass und Hochpass und ihre Zeitkonstante
- Simulation von Diode und Gleichrichter-Schaltungen
- Berechnung von Welligkeit und Glättung
Warum Sie Kapitel 1 lesen sollten:
- Sie erkennen die Vorteile der Struktur gegenüber mathematischen Funktionsbeschreibungen durch Gleichungen.
- Sie werden durch Simulation zum Rechenmeister.
- Sie erkennen die Anschaulichkeit und Flexibilität der Simulation. Das fördert Ihr Verständnis technischer Zusammenhänge wie die Praxis selbst, nur schneller.
Beispiel Mittelwertbildung (=Verzögerung, Glättung)

Kurzbeschreibung
Eine Eingangs-Spannung u.e soll durch ein RC-Glied geglättet (=gemittelt) werden.
Funktion: Der Widerstand R erzeugt aus der Differenz von Eingangs- und Ausgangs-Spannungen (u.e-u.a) den Eingangsstrom i.e,der vom Kondensator C zur Ladung q aufsummiert (=integriert) wird. Die Ausgangs-Spannung u.a=q/C ist proportional zu q.
Als Test wird ein gegen die Null-Linie verschobenes Rechteck gewählt. Gesucht wird der zeitliche Verlauf der Kondensator-Spannung u.a.
Struktur (=Signalflussplan)

Ein proportional gegengekoppelter Integrator erzeugt eine Verzögerung.
Diagramm

Die Mittelung einer verschobenen Rechteck-Schwingung.
Die Rest-Welligkeit wird umso kleiner, je höher die Frequenz ist.